Torataro Saigo als Kommandant des Kriegsgefangenenlagers
Torataro Saigo als Kommandant des Kriegsgefangenenlagers*

Der Tempel wurde von da ab zu einer neuen Sehenswürdigkeit in Tokyo, und viele Leute drängten sich dorthin, um die Soldaten zu sehen. Da diese immer unter Beobachtung standen, beunruhigten sie sich immer mehr. Sie spielten auf dem Hof des Tempels - umgeben von einem Bambuszaun- Fußball, wozu der Tempelhof zu eng war. Deshalb entsprang der Plan zu einem neuen Lager, und es kam zum Bau eines neuen Kriegsgefangenenlagers mit Baracken in einer Ecke des großen Truppenübungsplatzes in Narashino, Chiba-Ken.

Inneres einer Mannschaftsbaracke

Am September 1915 verließen die Soldaten den Tempel und fuhren mit dem Zug vom Ryogoku-Bahnhof ab und kamen auf dem Tsudanuma-Bahnhof an. Deutsche Soldatenlieder singend marschierten sie durch Okubo und wurden dann Mimomi, so wird erzählt, von einem Kind begrüßt, das eine Kindermilitärmütze und einen Spielzeugsäbel trug, was der ganzen Situation die Strenge nahm und alle zum Lächeln brachte. Die Offiziere und Soldaten freuten sich vor allem darüber, daß sie in dem mit Asakusa unvergleichbar großen Lager frei Sport treiben konnten.




Inneres einer Mannschaftsbaracke

Später wurden noch Offiziere und Soldaten von Oita, Shizuoka und Fukuoka nach Narashino verlegt; u.a. kam Fritz Rumpf von Oita, Emil Scriba von Kurume, und Gouverneur Meyer-Waldeck und Dr.Friedrich Hack kamen von Fukuoka. In der Spitzenzeit lebten fast 1000 Mann in Narashino.

zurück/ vorwärts
HOME/END