Nach der Kriegserklärung Japans eilten die jungen Deutschen, die sich in Japan oder in China aufhielten, als Freiwillige nach Tsingtau, zum Gouverneur Meyer-Waldeck. Sie kämpften tapfer in Isolierung und unter heftigen Angriff der japanischen Truppen. Die Besatzung des österreichischen Kreuzers "Kaiserin Elisabeth" kämpfte zusammen mit der des deutschen Kanonenboots "Jaguar" unter Aufbietung aller Kräfte und sank selbst am 2. November. Das schöne Schiff, das Symbol der Freundschaft, verschwand in der Tiefe der nächtlichen See von Tsingtau.
Am 6. November, nachdem Gouverneur Meyer-Waldeck die japanischen Truppen die Verteidigungslinie von Tsingtau hatte überschreiten sehen, entschloß er sich zur Kapitulation. Bei der Verhandlung mit den Japanern wirkte der Freiwillige Ueberschaar als Dolmetscher. Und für Leutnant Emil Scriba bedeutete diese Niederlage eine Gefangenschaft in Japan, im Vaterland seiner Mutter, dort wo er selbst geboren war.
Die Gefangenen von Tsingtau wurden nach Japan gebracht und auf 12 Kriegsgefangenenlager verteilt: je eins in Tokyo, Shizuoka, Oita, Matsuyama(Ehime-Ken), Marugame(Kagawa-Ken), Tokushima, Kurume(Fukuoka-Ken), Kumamoto, Osaka, Himeji(Hyogo-Ken), Nagoya(Aichi-Ken) und Fukuoka. Diese 12 Stellen wurden später in 6 integriert, namlich in Narashino(Chiba-Ken), Bando(Tokushima-Ken), Kurume, Ninoshima(Hiroshima-Ken), Aonogahara(Hyogo-Ken) und Nagoya.
125 Mann der Besatzung des Kanonenboots "Jaguar" und Oberstleutnant Kuhlo mit 120 Mann des Ostasiatischen Marine-Detachements erreichten Tokyo, und wurden auf dem Shinagawa-Bahnhof von den Bewohnern dort großartig willkommen geheißen. Eine Frau kam da durchs Gedränge der Zuschauer und händigte den Soldaten einem nach dem anderen ein Blumensträußchen aus. Es war nämlich ein Gegengeschenk für die Freundlichkeiten, die ihr in der Vergangenheit von einem deutschen Ehepaar entgegengebracht worden waren. Die Gefangenen fuhren mit der Straßenbahn zum Asakusa-Honganji Tempel und wurden vom jap. Lagerkommandanten, Oberstleutnant Torataro Saigo, warmherzig begrußt.
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